das glück liegt nicht am ende des weges, sondern die reise selbst ist das glück!

  • durch einen zufall bin ich 1969 auf die welt gekommen, in wien, im august, am abend
  • bald war ich unterwegs in wien als „traummännlein“ – das dachten die anderen! ich aber war beschäftigt zu beobachten: die natur, den himmel, die menschen, die dinge, die welt
  • daraus resultierten meine ersten kindlich-philosophischen fragen: warum gibt es vögel, die in der stadt leben, wenn sie doch die freiheit haben, in den wald oder aufs land zu fliegen und dort zu leben? sauer war ich auf die bäume, wenn sie allzu viel „wind machten“ und fragte mich: wer ist gott – bin das vielleicht ich?
  • das abpausen unzähliger covers von donald duck-heften und „wie mische ich hautfarbe, wenn ich keinen buntstift in 'hautfarbe' habe?“ waren meine ersten künstlerischen auseinandersetzungen
  • auch während meiner schulzeit stand ich bei allen künstlerischen aktivitäten (wandbemalungen, theateraufführungen, …) immer in erster reihe
  • nach der matura konnte ich weder die angewandte, noch die grafische, noch die werbeakademie überzeugen, mich aufzunehmen. für eine schauspiel-ausbildung hatte ich zuwenig mut, und in mein drittes element – biologie – schnupperte ich nur kurz rein.
  • so startete ich eine berufslaufbahn im tourismus – allerdings mit vielen intensiven ausflügen in die zeichnung, grafik, fotografie und illustration
  • was ich in dieser zeit schuf, wurde oft zum geschenk für liebe menschen in meinem umfeld
  • mittlerweile lebte ich in niederösterreich

die hände zu gebrauchen ist oberstes gebot! steht das schon irgendwo? ja, in meiner lebenslinie. dick und fest eingraviert. unverrückbar.

  • es ist 2001. ich bin 32. jetzt oder nie mehr! ich hänge meinen job an den nagel und studiere zwei intensive jahre lang am new design centre st. pölten illustration und grafik, ein neues zeitalter beginnt für mich!
  • drei menschen dort beeinflussen meinen weiteren werdegang nachhaltig: barry „H.“ hewson („ich sehe schon – naturtalent!“), renate maderbacher („wenn du nicht illustratorin wirst, dreh ich dir den hals um!“ später hat sie mich für ihren lehrstuhl im foundation kurs vorgeschlagen – danke!), gerhart langthaler (jedes wort ein goldenes für mich!)
  • danach stehe ich auf drei neuen, aber noch wackeligen beinen: illustration, grafik, kunst
  • die erste zeit arbeite ich als grafikerin für eine werbeagentur in wien
  • parallel dazu sammle ich im rahmen der amateur-theatergruppe karl-theater gießhübl sieben jahre lang verlockende, bereichernde, erlebnisreiche und intensive erfahrungen in der welt des theaters, in der schauspielerei und im bühnenbild
  • 2005 entdecke ich julia camerons der weg des künstlers – der wichtigste impuls, um als künstlerin zu starten
  • endlich stapfe ich mich mit meiner mappe zu einem treffen der gruppe federhasen und werde kurzerhand von 13strich illustration „adoptiert“ – liebe menschen, erfahrungsaustausch, regelmäßige zeichenrunden, kunstaufenthalte im in- und ausland, ausstellungen – da bin ich richtig!
  • kinderbücher illustrieren – ein möglicher weg? zwei von mir illustrierte bücher erscheinen: „vossi vergisst sich“ und „lausige zeiten für paula“ (obelisk verlag, texte von saskia hula) – arbeitsstipendien des BMUKK helfen mir, die beiden projekte zu realisieren >> materie finden
  • so um 2007 gebe ich mir erstmals komplett freie hand und begegne in meinen neuen linienzeichnungen und unsinn-texten selbst überrascht meinem „fantastischen kosmos“ und den darin lebenden wesen
  • eine reise nach lanzarote macht mich 2009 mit dem (bereits verstorbenen) künstler césar manrique, mit seinen arbeiten, seiner denkweise, seinem lava-blasen-haus bekannt – schwer beeindruckt und beflügelt kehre ich zurück
  • im selben jahr stärkt c hoch 3 unter der leitung von marie-theres zirm – unverzichtbare begleiterin und förderin auf meinem weg zur künstlerin – meine künstlerischen muskeln, erste begegnung mit tatjana zinner (du kunst amoi …) >> satelliten besuchen
  • „später mal“ wollte ich unterrichten – manches kommt jedoch schneller als gedacht: im foundation kurs der new design university st. pölten darf ich drei jahre lang wissen und können weitergeben, erfahrungen sammeln, zuletzt mit tatjana zinner gemeinsam ein eigenständiges, auf hohe eigenverantwortlichkeit und herausarbeitung der individualität ausgerichtetes unterrichtskonzept ausarbeiten und ein jahr lang durchführen (grundstein und unerlässliche basis für unsere weitere kooperation!)

der goldene mittelweg bedeutet im grunde nichts ganz zu haben oder zu sein

  • im heißen sommer 2010 ziehe ich ins burgenland: natur, rückzug, ruhe, der neusiedler see, die vielen verschiedenen vögel, kreatives leben – alles verbindet sich zu einem ganzen
  • im rahmen der sommerakademie salzburg, klasse katrin plavcak, pilgere ich im august 2011 drei wochen lang jeden tag ins atelier auf die festung hohensalzburg. ich will vom papier auf die leinwand – was eine schlimme krise auslöst. aber dabei lerne ich: ich muss bei mir bleiben, dann klappt’s! und jemand schreibt mir bei der abschlussausstellung diese zeilen – danke!
  • ko[s]misch! – 2013 bestücke ich meine erste solo-ausstellung, mit großartigem erfolg: alle waren da, ein rauschendes fest, viel positives feedback, meine ersten verkäufe! jetzt hab ich lunte gerochen, und es folgen weitere gruppen- und einzelausstellungen >> sterne schnuppern
  • seit herbst 2014 fokussiere ich auf mein künstlerisches forschen, schaffen, denken, leben, weitergeben … grafik und illustration sind mir dabei hilfreiches werkzeug
  • WORTBILDWECHSEL – von jänner 2014 bis herbst 2015 setze ich mein erstes großes künstlerisches projekt zusammen mit 13strich und befreundeten autor/innen um – das dazugehörige buch erscheint im verlag bibliothek der provinz, die ausstellung wandert nach zwei stationen in wien auch nach schloss raabs im waldviertel >> sterne schnuppern
  • im herbst 2015 begebe ich mich erstmals für ein monat auf einen artist-in-residence aufenthalt auf eine winzige, autofreie kroatische insel. ich sammle schwemmholz und baue daraus objekte – ein vorstoß in die dritte dimension!
  • kurz danach gründe ich das atelier zur kunstvollen ERFORSCHUNG, grenzenlosen BEFLÜGELUNG und radikalen BEWAHRUNG fantastischer kosmen – hier kann nun alles stattfinden, was meiner philosophie entspricht
  • ein essenzieller teil davon ist, gemeinsam mit du KUNST amoi …, die entwicklung von KUNST GEHT HEIM. Spiele für das Leben, die menschen ermöglichen, künstlerische prozesse zu erleben und ihre stärken zu spüren >> athmosphäre spielen